Aktives Netz mit zentraler Pumpe simulieren
Kalte Nahwärme Teil 5: Simulation eines aktiven Netzes mit zentraler Umwälzpumpe
Überblick
In diesem Teil wird gezeigt, wie ein passives Netz mit dezentralen Umwälzpumpen in ein aktives Netz mit einer zentralen Pumpe umgebaut wird. Der Umbau ist in wenigen Schritten erledigt.
Anlagen tauschen
Ausgehend vom vorherigen Beispiel mit dezentralen Wärmepumpen und Umwälzpumpen:
- Wählen Sie die dezentrale Wärmepumpe mit Pumpe aus.
- Klicken Sie auf Austauschen.
- Wählen Sie eine dezentrale Wärmepumpe mit Ventil aus der Datenbank.
- Kopieren Sie das Element, damit es bearbeitet werden kann.
- Wiederholen Sie den Vorgang für alle weiteren Anlagentypen.
Aufbau der neuen Anlage
Die neue Anlage besteht aus:
- Wärmepumpe mit entsprechendem Druckverlust
- Ventil (statt der Umwälzpumpe), das auf eine feste Temperaturdifferenz von 3 Kelvin regelt
Damit ist die Abnehmerseite nun passiv — es wird keine dezentrale Pumpe mehr benötigt.
Zentrale Pumpe einbauen
Das Netz braucht weiterhin eine Umwälzpumpe, die nun zentral im Sondenfeld platziert wird:
- Öffnen Sie das Sondenfeld im Anlageneditor.
- Löschen Sie die vorhandene Verbindungsleitung.
- Ziehen Sie eine Pumpe mit definierter Förderhöhe in die Anlage.
- Verbinden Sie die Elemente.
- Bestätigen Sie mit OK.
Damit ist das Netz auf ein aktives System umgestellt.
Stationäre Berechnung durchführen
- Öffnen Sie den Dialog zur stationären Berechnung.
- Wählen Sie bei der Versorgung statt dezentraler Pumpen eine zentrale Pumpe.
- Starten Sie die Berechnung.
Der Druckverlust am Schlechtpunkt sollte sich kaum vom passiven System unterscheiden, da nur die Pumpe getauscht wurde.
Pumpendimensionierung
- Klicken Sie auf Details > Pumpenauslegung.
- Die Anlagenkennlinie wird angezeigt.
- Wählen Sie aus der Datenbank eine passende Pumpe aus.
- Klicken Sie auf Pumpe zuweisen.
Die Pumpe wird mit der entsprechenden Kennlinie und Druckhöhe in der Anlage hinterlegt.
Simulation durchführen
- Wechseln Sie in die Simulation.
- Stellen Sie die Simulationszeit ein (z. B. 14 Tage für eine schnelle Überprüfung).
- Starten Sie die Simulation.
Ergebnisse auswerten
Im Ergebnismodus prüfen Sie insbesondere:
- Temperaturdifferenz an den Abnehmern: Die eingestellten 3 Kelvin sollten erreicht werden. Falls nicht, muss die Pumpe nachdimensioniert oder die Druckerhöhung angepasst werden.
- Pumpendiagramm: Die zentrale Pumpe läuft mit einer konstanten Druckerhöhung (z. B. 0,8 bar).
Damit ist das System erfolgreich auf ein aktives Netz mit zentraler Pumpe umgestellt.