OpenStreetMap importieren
Kartenausschnitte aus OpenStreetMap herunterladen und als Lagekontext für das Gebäudemodell nutzen - inklusive Umwandlung von OSM-Gebäuden in Verschattungsobjekte
Überblick
VICUS Buildings lädt Kartenausschnitte aus OpenStreetMap (OSM) direkt herunter und stellt sie als Lagekontext unter und um das Gebäudemodell dar: Nachbargebäude (auf Wunsch als extrudierte 3D-Körper), Straßen, Gewässer und weitere Flächen. Die OSM-Daten sind eine reine Referenzdarstellung - sie werden nicht simuliert. Für die Verschattungsberechnung lassen sich ausgewählte OSM-Nachbargebäude jedoch in echte Verschattungsobjekte umwandeln.
Aufruf
- Menü Import > OpenStreetMap (OSM) …
- alternativ die Schaltfläche
OSM im Bereich Importieren des Panels Geometrie hinzufügen (Tooltip Ausschnitt aus OpenStreetMaps importieren)
Import-Dialog
Im Dialog OpenStreetMap (OSM) importieren wird eine interaktive Weltkarte angezeigt. Mit dem Mausrad zoomen Sie in das Zielgebiet, mit gedrückter Maustaste verschieben Sie den Ausschnitt.
| Option | Bedeutung |
|---|---|
| 3D-Gebäude importieren | Standardmäßig aktiviert. Gebäudegrundrisse werden anhand ihrer Höheninformation zu 3D-Körpern extrudiert; ohne diese Option erscheinen Gebäude als flache Grundrisse. |
| Auswahl herunterladen… | Lädt die OSM-Daten für den sichtbaren Kartenausschnitt vom Server herunter (Internetverbindung erforderlich). |
| Aus Datei importieren… | Liest einen vorhandenen Datensatz aus einer *.osm- oder *.vicosm-Datei - nützlich für das Arbeiten ohne Internetverbindung oder die Weitergabe im Projektteam. |
Grenzen und Meldungen:
- Ab einer Ausschnittsdiagonale von etwa 10 km warnt der Dialog vor langen Downloadzeiten; ab 50 km Diagonale wird der Download abgelehnt (”… da der maximal zulässige diagonale Abstand 50 km beträgt”).
- Existiert im Projekt bereits ein OSM-Datensatz, fragt der Dialog: “Bestehende OpenStreetMap-Daten ersetzen?” - es kann immer nur ein OSM-Datensatz im Projekt liegen.
- Fortschritt und Meldungen (Download, Einlesen, “Geometrieerzeugung…”) erscheinen im Protokollbereich; der Abschluss wird mit “Die Geometrie wurde erfolgreich importiert.” bestätigt.
Ergebnis im Projekt
Die importierten OSM-Daten erscheinen als eigener Eintrag im Navigationsbaum; einzelne Kategorien (Gebäude, Straßen, Gewässer, …) lassen sich dort über die Sichtbarkeits-Symbole ein- und ausblenden. Beim Speichern des Projekts werden die OSM-Daten in einer eigenen Datei <Projektname>.vicosm neben der Projektdatei abgelegt.
Der gewählte Kartenausschnitt legt zugleich den geografischen Bezug des Projekts fest (Weltkoordinatenursprung mit UTM-Zone). Breiten- und Längengrad des Standorts für die Simulation werden davon unabhängig im Simulationsbereich eingestellt, siehe Klima & Standort.
OSM-Gebäude in Verschattungsobjekte umwandeln
Nachbarbebauung aus OSM kann direkt als Verschattungsgeometrie für die Verschattungsfaktor-Berechnung übernommen werden:
- OSM-Gebäude in der Szene auswählen.
- Im Panel Geometrie hinzufügen, Bereich Verschattung, die Schaltfläche
OSM zu Verschattung anklicken (Tooltip Ausgewähltes OpenStreetMap-Gebäude in Verschattungsobjekt umwandeln; aktiv, sobald mindestens ein OSM-Gebäude ausgewählt ist).
- Die Gebäudehüllen werden als Verschattungsobjekte in das Projekt übernommen und in der Verschattungsberechnung berücksichtigt.
Details zur Arbeit mit Verschattungsobjekten beschreibt Verschattungsgeometrie.
Wichtig für die Praxis:
OpenStreetMap-Gebäudehöhen sind häufig nur geschätzt oder fehlen ganz - dann wird eine Standardhöhe extrudiert. Prüfen Sie vor der Umwandlung in Verschattungsobjekte, ob die Höhe der maßgeblichen Nachbargebäude plausibel ist: Ein zu niedrig angesetztes Nachbargebäude unterschätzt die Verschattung der unteren Geschosse und damit die sommerlichen Solareinträge Ihres Modells.