Höhenabfrage
Geländehöhen aller Netzknoten von einem Online-Höhendienst abrufen und als z-Koordinaten übernehmen
Überblick
Die Höhenabfrage weist allen Knoten des aktiven Netzes automatisch Geländehöhen zu. Dazu werden die Knotenkoordinaten an einen Online-Höhendienst gesendet und die zurückgelieferten Höhen als z-Koordinaten übernommen. Das Höhenprofil ist Voraussetzung für eine realistische Berechnung der geodätischen Druckhöhen im Netz.
Aufruf
Schaltfläche Höhen abfragen in der Gruppe Topologiebearbeitung - Reiter
Netz, Seite Allgemeines & Topologie.
Voraussetzungen
| Voraussetzung | Erläuterung |
|---|---|
| Gültiger Koordinatenursprung | Das Projekt muss georeferenziert sein (Koordinatenursprung mit UTM-Zone). Der Ursprung wird beim Import von OpenStreetMap- oder GIS-Daten automatisch gesetzt, kann aber auch manuell festgelegt werden. |
| Internetverbindung | Die Höhen werden von einem Online-Dienst (Mapy.cz Elevation API) abgerufen. |
Ablauf
- VICUS Districts rechnet die Position jedes Netzknotens über den Koordinatenursprung in absolute UTM-Koordinaten und daraus in geografische Breite und Länge um.
- Die Koordinatenliste wird an den Höhendienst gesendet; ein Fortschrittsdialog (Rufe Höhendaten ab.) zeigt den laufenden Abruf.
- Die kleinste zurückgelieferte Höhe wird als neue z-Höhe des Projektursprungs gesetzt. Jeder Knoten erhält als z-Koordinate seine Höhe relativ zu diesem Minimum:
- Alle übrigen Netze im Projekt werden um die Ursprungsverschiebung korrigiert, sodass sie ihre absolute Höhenlage behalten.
- Nach erfolgreichem Abschluss erscheint eine Bestätigungsmeldung.
Die Änderung ist als ein Undo-Schritt (Aktualisierte Höhendaten.) hinterlegt und kann mit Strg+Z vollständig zurückgenommen werden.
Fehlerfälle
| Meldung | Ursache und Abhilfe |
|---|---|
| Kein gültiger Koordinatenursprung gesetzt | Das Projekt ist nicht georeferenziert. OpenStreetMap- oder GIS-Daten importieren oder den Koordinatenursprung manuell setzen. |
| Fehler in der Koordinatenumrechnung | Die berechneten Breiten-/Längengrade sind ungültig - prüfen, ob Ursprungskoordinaten und UTM-Zone korrekt gesetzt sind. Die Meldung nennt den betroffenen Knoten mit den berechneten Koordinaten. |
| Es konnten keine Höhendaten vom Server abgerufen werden | Keine Verbindung zum Höhendienst - Internetverbindung prüfen; Details stehen ggf. in der angehängten Fehlermeldung. |
Kontrolle in 3D
Nach der Abfrage lohnt eine Sichtkontrolle: den 2D-Modus verlassen bzw. die Ansicht drehen, um das Höhenprofil der Trassen räumlich zu prüfen. Ausreißer (z. B. durch Knoten auf Brücken oder in Baugruben) fallen in der Seitenansicht sofort auf.
Praxis-Tipp:
Führen Sie die Höhenabfrage erst aus, wenn die Topologie im Wesentlichen steht – also nach Schnittpunkte erzeugen und Abnehmer verbinden. So erhalten auch die automatisch eingefügten Verzweigungsknoten (Mixer) eine korrekte Geländehöhe. Die geodätischen Druckhöhen entscheiden bei topografisch bewegten Trassen mit über den Schlechtpunkt und die erforderliche Pumpenförderhöhe.