Pumpenauslegung Rechner für die Netzpumpe
Arbeitspunkt, Pumpenleistung und Jahresstrombedarf
Der Rechner bestimmt den Auslegungs-Arbeitspunkt der Netzpumpe eines Wärmenetzes: Volumenstrom und Förderhöhe aus Netzwärmeleistung, Spreizung und den Druckverlusten der kritischsten Versorgungsstrecke. Zusätzlich schätzt er die elektrische Pumpenleistung und den Jahresstrombedarf ab.
Vorauslegung der Netzpumpe — aus Netzleistung, Spreizung und Druckverlusten werden Arbeitspunkt, Pumpenleistung und Jahresstrombedarf bestimmt.
- Förderhöhe
- –
- Hydraulische Leistung
- –
- Elektrische Leistung
- –
- Jahresstrombedarf
- –
- Pumpenstromanteil
- –
Annahmen: Δp = 2 · R · L (Vor- und Rücklauf der kritischsten Versorgungsstrecke) + Zuschlag für Erzeuger, Übergabestation und Armaturen · Stoffwerte bei Mitteltemperatur — Heizwasser 70 °C (ρ = 978 kg/m³, cₚ = 4,19 kJ/(kg·K)), Wasser 10 °C (ρ = 1000 kg/m³, cₚ = 4,19 kJ/(kg·K)), Wasser-Glykol 30 Vol.-% (ρ = 1040 kg/m³, cₚ = 3,7 kJ/(kg·K)) · P_el = V̇ · Δp / η mit dem Gesamtwirkungsgrad η aus Hydraulik, Motor und Umrichter (typisch 0,60–0,75) · Jahresstrombedarf über äquivalente Volllaststunden f_Teillast · t_Betrieb (typisch 1500–3000 h/a). Der Rechner liefert eine Vorauslegung des Nennarbeitspunkts und ersetzt keine hydraulische Netzberechnung mit Teillastprofilen. Stand: Juli 2026. VICUS Software übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der Ergebnisse.
So rechnet der Rechner
Der Volumenstrom im Auslegungsfall folgt aus der Netzwärmeleistung und der Spreizung. Die erforderliche Druckerhöhung setzt sich aus Vor- und Rücklauf der Strecke zum Schlechtpunkt und einem Zuschlag für Erzeuger, Übergabestation und Armaturen zusammen:
V̇ = Q̇ / (ρ · cp · ΔT) Δp = 2 · R · L + ΔpZuschlag H = Δp / (ρ · g)
Die elektrische Leistung ergibt sich über den Gesamtwirkungsgrad aus Hydraulik, Motor und Frequenzumrichter, der Jahresstrombedarf über äquivalente Volllaststunden:
Phyd = V̇ · Δp Pel = Phyd / η Wa = Pel · tVoll
- Typische Gesamtwirkungsgrade liegen bei 0,60–0,75, äquivalente Volllaststunden bei 1500–3000 h/a.
- Wird die Jahreswärmelieferung angegeben, prüft der Rechner den Pumpenstromanteil gegen den Richtwert von 1–2 %.
- Stoffwerte gelten bei Mitteltemperatur (Heizwasser 70 °C; Wasser bzw. Wasser-Glykol 30 % bei 10 °C).
- Ergebnis ist der Nennarbeitspunkt. Teillastverhalten, Regelstrategie und Druckhaltung sind nicht abgebildet.
Hintergrund und Theorie
Pumpenkennlinien, Anlagenkennlinie, Drehzahlregelung und typische Wirkungsgrade erläutert der Wissensartikel Pumpenauslegung im Wärmenetz.
Für die vollständige thermo-hydraulische Netzsimulation mit Jahreslastgängen, Wärmeverlusten und Pumpenstrom aller Leitungen gibt es VICUS Districts.