Netzhydraulik
Druckhaltung, Druckverlauf, Fahrweisen und Regelung
Die Netzhydraulik beschreibt, wie Massenströme, Drücke und Temperaturen im Wärmenetz zusammenwirken. Eine stabile Druckhaltung, ein zulässiger Druckverlauf und eine abgestimmte Regelung sind Voraussetzung für die Versorgung aller Abnehmer – auch am hydraulisch ungünstigsten Punkt. Dieser Themenbereich behandelt Druckhaltung, Druckverlauf, Netzfahrweisen und Regelkonzepte.
6 Artikel in dieser Kategorie
Betriebsdrücke in Wärmenetzen einhalten
Was Betriebsdruck, Ruhedruck, MOP, MIP und Nenndruckstufe bedeuten, warum mit dem Überdruck gerechnet wird und wie sich der Mindestdruck aus dem Sättigungsdruck plus 1,5 bar ergibt
Netzfahrweisen
Netzfahrweisen in Wärmenetzen: Gleitende, konstante und gleitend-konstante Betriebsweise. Funktionsprinzip, Vor- und Nachteile im Vergleich.
Druckhaltung und Expansion
Druckhaltesysteme in thermischen Netzen: offene und geschlossene Systeme, Vordruck aus der statischen Höhe, Expansionsvolumen und Nachspeisung
Druckverlauf im Netz und Druckschaubild
Das Druckschaubild eines Wärmenetzes: statischer Druck, Ruhedruck und Druckverlust, der Schlechtpunkt und der dort erforderliche Mindestdifferenzdruck von 0,5 bis 1,0 bar
Netzregelung
Regelkonzepte für thermische Netze: Differenzdruckregelung, Schlechtpunkt und Regelung bei mehreren Einspeisepunkten
Geländehöhen und Topografie in der Netzplanung
Wie Geländehöhen in die Druckbilanz thermischer Netze eingehen: DGM gegen DSM, Datenquellen, Höhenbezug und die nötige vertikale Genauigkeit
Überblick: Netzhydraulik
Die Netzhydraulik beschäftigt sich mit dem Druckgeschehen im Wärmenetz: Wie hoch muss der Ruhedruck sein, wie verläuft der Druck entlang von Vor- und Rücklauf, und wie wird sichergestellt, dass jeder Abnehmer den erforderlichen Differenzdruck erhält? Diese Fragen stellen sich bei der Planung neuer Netze ebenso wie bei Netzerweiterungen und beim Anschluss zusätzlicher Erzeuger.
Die Druckhaltung legt den Druckhaltepunkt fest, nimmt temperaturbedingte Volumenänderungen auf und verhindert Verdampfung und Kavitation. Das Druckschaubild stellt den Druckverlauf über die Trasse dar und zeigt, ob zulässige Höchstdrücke eingehalten werden und am Schlechtpunkt ausreichend Differenzdruck ansteht – unter Berücksichtigung von Geländehöhen und Druckverlusten.
Die Beiträge zu Netzfahrweisen und Netzregelung behandeln den Betrieb: gleitende, gleitend-konstante oder konstante Vorlauftemperatur, die Wahl der Führungsgröße und das Zusammenspiel von Pumpen, Ventilen und Übergabestationen. Die Grundlagen der Druckverlustberechnung finden sich im Themenbereich Netzauslegung; die zeitliche Kopplung von Hydraulik und Thermik behandelt der Bereich Wärmenetzsimulation.