Kalte Nahwärme
5GDHC-Netze, Dimensionierung und Prosumer-Konzepte
Kalte Nahwärmenetze (5GDHC) arbeiten auf niedrigem Temperaturniveau nahe der Umgebungstemperatur und erschließen Umwelt-, Abwärme- und solare Quellen dezentral über Wärmepumpen. Sie ermöglichen den bidirektionalen Austausch zwischen Verbrauchern und Erzeugern – das Prosumer-Prinzip. Dieser Themenbereich behandelt Grundlagen, Dimensionierung und Prosumer-Konzepte kalter Netze.
5 Artikel in dieser Kategorie
Kalte Nahwärme: Grundlagen, Planung und Vorteile
Kalte Nahwärme (5GDHC) planen: Funktionsprinzip, Wärmequellen, dezentrale Wärmepumpen und Netzhydraulik — Grundlagen für die Auslegung kalter Nahwärmenetze.
Dimensionierung kalter Nahwärmenetze (5GDHC)
5GDHC-Simulation und Dimensionierung kalter Nahwärmenetze: passive vs. aktive Netze, Druckverlustkriterien, Erdreichkopplung und gekoppelte Jahressimulation.
Prosumer in Wärmenetzen
Prosumer in Wärmenetzen: Wie bidirektionale Einspeisung funktioniert, welche Betriebsmodelle es gibt und was bei der Planung zu beachten ist.
Kalte Nahwärme: Vorteile und Nachteile
Eine ehrliche Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile kalter Nahwärmenetze (5GDHC) für Planer und Entscheider
Kalte Nahwärmenetze in Deutschland: Projekte im Überblick
Realisierte kalte Nahwärmenetze in Deutschland und der Schweiz: Größe, Wärmequellen, Inbetriebnahme und Besonderheiten — jede Angabe mit Quelle.
Überblick: Kalte Nahwärme
Kalte Nahwärmenetze unterscheiden sich in Hydraulik, Dimensionierung und Betrieb grundlegend von klassischen Wärmenetzen. Weil die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf nur wenige Kelvin beträgt, sind für dieselbe Leistung deutlich größere Volumenströme nötig; zugleich sind die Wärmeverluste gering, und das Netz kann über das Erdreich selbst Wärme aufnehmen. Die Artikel dieses Themenbereichs behandeln, was daraus für Planung und Bewertung folgt.
Einen Einstieg geben die Grundlagen der kalten Nahwärme mit Komponenten, typischen Auslegungswerten und Anwendungsbeispielen. Die Dimensionierung von 5GDHC-Netzen zeigt, warum das Druckgefälle statt der Wärmeverluste zur Leitgröße der Rohrauslegung wird, welche Rolle die Bilanz von Heiz- und Kühlbedarf spielt und weshalb die Pumpenenergie früh betrachtet werden muss.
Der Beitrag zu Prosumern behandelt Gebäude, die sowohl Wärme beziehen als auch einspeisen, und die hydraulischen Varianten dafür. Für die Konzeptentscheidung fasst der Artikel zu Vorteilen und Nachteilen kalter Nahwärme zusammen, unter welchen Randbedingungen ein kaltes Netz gegenüber einem konventionellen Wärmenetz sinnvoll ist.