Gebäudesimulation
Dynamische Simulation, sommerlicher Wärmeschutz, BIM und Komfortanalyse
Die dynamische Gebäudesimulation bildet das thermische Verhalten eines Gebäudes über das gesamte Jahr ab – mit stündlichen Wetterdaten, Speichermassen und realen Nutzungsprofilen. Sie liefert die Grundlage für Heiz- und Kühllastberechnung, sommerlichen Wärmeschutz und Komfortbewertung. Dieser Themenbereich erläutert die Methoden hinter der instationären Berechnung und ihre normativen Grundlagen.
10 Artikel in dieser Kategorie
Dynamische Gebäudesimulation: Grundlagen
Gebäudesimulation verständlich erklärt: dynamische vs. stationäre Berechnung, Anwendungsbereiche, Ergebnisgrößen und Software für die thermische Gebäudesimulation.
Sommerlicher Wärmeschutz nach DIN 4108-2
Nachweis nach DIN 4108-2: Sonneneintragskennwert vs. thermische Gebäudesimulation — Verfahren, Übertemperaturgradstunden und Grenzwert 1200 Kh.
IFC-Import für die Gebäudesimulation
Vom BIM-Modell zur Simulation: Wie IFC-Dateien den Workflow zwischen CAD und Gebäudesimulation verbessern
Stationäre vs. dynamische Berechnung
Vergleich von stationärer Energiebedarfsberechnung und dynamischer Simulation: Methoden, Genauigkeit und Anwendungsbereiche
Gebäudesimulation Software im Vergleich
EnergyPlus, IDA ICE, TRNSYS und VICUS Buildings im Vergleich: Stärken, Schwächen und Einsatzbereiche der wichtigsten Simulationsprogramme.
Raumklima und Komfortanalyse durch Simulation
Thermischer Komfort in Gebäuden: Wie Simulation Raumtemperaturen, Überheizung und Behaglichkeit vorhersagt
Validierungsstandards für die Gebäudesimulation
Validierungsstandards für Gebäudesimulation: ASHRAE 140, EN 15255/15265, EN ISO 13791, IEA SHC Task 34, CIBSE TM 33. Überblick und Vergleich für Planer.
VICUS Solver: der Rechenkern von VICUS Buildings
Wie löst eine dynamische Gebäudesimulation ihre Gleichungen? Von der Energiebilanz über Abhängigkeitsgraph und CVODE bis zur Newton-Iteration — interaktiv erklärt.
Energiebedarf von Gebäuden berechnen
Energiebedarf eines Gebäudes berechnen: Heizwärme- und Kühlbedarf, stationäre Bilanz nach DIN V 18599 vs. dynamische Gebäudesimulation — Methoden im Vergleich.
Hygrothermische Simulation
Hygrothermische Simulation nach DIN EN 15026: Wärme- und Feuchtetransport in Bauteilen — Innendämmung, Tauwasser und die Grenzen des Glaser-Verfahrens.
Überblick: Gebäudesimulation
Die Artikel dieses Themenbereichs behandeln, wie sich das thermische Verhalten von Gebäuden rechnerisch erfassen lässt und welches Verfahren für welche Planungsaufgabe geeignet ist. Ausgangspunkt ist der Unterschied zwischen stationärer und dynamischer Berechnung: Monatsbilanz- und Auslegungsverfahren genügen für viele Nachweise, sobald aber Überhitzung, Speichermasse oder zeitlich wechselnde Lasten bewertet werden müssen, ist eine stundenweise Simulation erforderlich.
Typische Planungsfragen sind der sommerliche Wärmeschutz nach DIN 4108-2 mit der thermischen Simulation als Alternative zum Sonneneintragskennwert-Verfahren, die Bewertung von Raumklima und thermischem Komfort sowie die Berechnung des Energiebedarfs für Varianten von Gebäudehülle und Nutzung. Für die Modellerstellung aus BIM-Daten beschreibt ein eigener Beitrag den IFC-Import und seine Grenzen.
Die Grundlagenartikel zur dynamischen Gebäudesimulation und zum Rechenkern erklären, welche Bilanzgleichungen gelöst werden. Die Beiträge zu Validierungsstandards und zum Softwarevergleich ordnen ein, wie sich Ergebnisse verschiedener Programme prüfen und vergleichen lassen. Feuchtetransport in Bauteilen ist ein eigenes Fachgebiet; der Artikel zur hygrothermischen Simulation grenzt es von der energetischen Gebäudesimulation ab.